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Gemeinsame Vergangenheit aufarbeiten
Nach der gemeinsamen Veranstaltung im März trafen sich nun die neunten Klassen der Europäischen Oberschule Hartmannsdorf und der tschechischen Oberschule Postoloprty zum letzten Mal, und zwar am 12. und 13. Juni. Diesmal durften die Jugendlichen aus Deutschland ihre Partnerklasse besuchen.
Das Programm war wieder sehr spannend. Nach einer tollen Begrüßung und einem leckeren Mittagessen ging es am Donnerstag gleich weiter nach Theresienstadt, wo die Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Gedenkstätte des dortigen Konzentrationslagers besuchten. Dort erfuhren sie Vieles über das Leben und das Schicksal der Inhaftierten sowie über das Leben nach der Befreiung.
Der nächste Tag wurde dann ganz und gar der Situation direkt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gewidmet. Das Hauptthema war das Vertreiben der Sudetendeutschen und die tragischen Ereignisse, zu denen es in Postoloprty im Zusammenhang damit kam und die als das Postelberger Massaker bekannt sind. Gemeinsam besuchten die Schülerinnen und Schüler wichtige Orte, die mit den Ereignissen zusammenhängen. Zum Schluss zündeten sie Kerzen zum Gedenken der Opfer des Massakers an der Gedenktafel am Postelberger Friedhof an.
Mit dieser zweiten Begegnung bekamen die Jugendlichen einen umfassenden Blick auf die Situation vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Ziel der Aktivitäten war es, den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, dass Hass und Rache nie die richtigen Ratgeber sind – abgesehen davon, welche Seite gerade an der Macht ist – und dass Menschlichkeit immer die leitende Kraft aller Handlungen sein sollte.




